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Bayern zu Besuch in Bremen

Fachlicher Austausch zu Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Mobilität – Delegation informiert sich vor Ort über Bremer Ansätze

Delegation informiert sich vor Ort über Bremer Ansätze

Bremen - Eine Delegation des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Regierungsbezirken, Kommunen sowie kommunalen Gesellschaften das Land Bremen besucht. Ziel war ein intensiver fachlicher Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen in den Bereichen Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnungsbau – verbunden mit Einblicken in die Praxis vor Ort.

Im Rahmen des Besuchs stellten Mitarbeitende der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung die Besonderheiten und Qualitäten des Zwei-Städte-Staates Bremen vor. Im Fokus stand dabei der Verwaltungsaufbau als Bundesland mit zwei Kommunen sowie die daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen für Steuerung, Zusammenarbeit und integrierte Entwicklung.

Darüber hinaus wurde die Rolle Bremens als wirtschaftlicher Motor im nordwestdeutschen Raum hervorgehoben. Insbesondere die Branchen Luft- und Raumfahrt, Automobilproduktion, Logistik und Hafenwirtschaft prägen die wirtschaftliche Stärke des Landes. Eng damit verbunden ist Bremens Funktion als Metropole im Norden und die enge Verflechtung mit dem Umland.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen der Mobilität und Erreichbarkeit. Diskutiert wurden sowohl übergeordnete Infrastrukturen wie Brücken und die Einbindung in nationale Verkehrsnetze als auch kommunale Themen, etwa das Parken in Quartieren und die Organisation urbaner Mobilität.

Im Bereich der Stadtentwicklung stellte Bremen seine Strategie der Innenentwicklung sowie die Aktivierung von Brachflächen vor. Zudem wurde das enge Zusammenwirken von Land und Stadt bei der Nutzung von Fördermitteln, insbesondere im Wohnungsbau und in der Städtebauförderung, erläutert.

Großes Interesse fand der Bremer Ansatz zur Steigerung der Kosteneffizienz im Wohnungsbau. Vorgestellt wurden unter anderem rechtliche Vereinfachungen, beschleunigte Verfahren („Bau-Turbo“) sowie der sogenannte „Bremer Weg“ als Instrument zur Stärkung der Bautätigkeit.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Transformation der Innenstadt. Dabei wurden die Rolle der Stadtentwicklungsgesellschaft BRESTADT sowie die damit verbundenen Herausforderungen und erforderlichen Kraftanstrengungen thematisiert.

Auch Aspekte der Baukultur spielten eine wichtige Rolle. Bremen setzt auf qualitätsvolle Wettbewerbsverfahren und eine integrierte Gestaltung in den Bereichen Städtebau, Freiraumplanung und Hochbau. Ergänzend wurde ein Ausblick auf die Vorbereitungen für eine Internationale Bauausstellung (IBA) gegeben.

Der Austausch war durchgehend dialogorientiert angelegt und wurde auch über die Fachgespräche hinaus fortgeführt. Die Diskussionen setzten sich im Anschluss bei Terminen im Stadtgebiet fort, bei denen sich die Delegation ein eigenes Bild von Bremer Projekten und Entwicklungen machen konnte.

„Der direkte Austausch und der Blick in die Praxis vor Ort sind für beide Seiten ein großer Gewinn. Bremen kann seine integrierten Ansätze einbringen und zugleich von den Erfahrungen aus Bayern profitieren“, so Senatsbaudirektor Arend Bewernitz.

Delegation des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr zu Besuch in Bremen
Delegation des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr
Senatsbaudirektor spricht vor der Delegation des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr
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