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Eldon-Burke-Quartier

Städtebauliche Rahmenplanung Friedehorst

Schrägluftbild eines Ausschnitts des Friedehorst-Geländes
Schrägluftbild eines Ausschnitts des Friedehorst-Geländes

Auf dem 17 ha großen Gelände der Stiftung Friedehorst in Lesum finden zurzeit vor allem die Pflege älterer Menschen, die berufliche Rehabiltation und die Unterstützung von Menschen mit Behinderung statt. Wie viele Orte, an denen mit Menschen mit Behinderung gearbeitet wird, ist auch das Stiftungsgelände maßgeblich davon bestimmt, dass dort kaum Menschen ohne Behinderung leben. Planungsrechtlich stellt das Areal ein „Sondergebiet“ dar. „Absonderung“ aber widerspricht sowohl dem Bremer Leitbild der Stadtentwicklung als auch dem Leitbild der Stiftung Friedehorst. Daher unterstützt das Bauamt Bremen-Nord die Stiftung Friedehorst seit 2022 bei der Weiterentwicklung des Geländes.

Planungsziel

Das Stiftungs-Gelände soll zugänglicher werden und eine gesellschaftliche Durchmischung erfahren. Das heutige Sondergebiet soll ergänzt werden um Wohn-Nutzungen, gewerbliche Nutzungen und Freizeitnutzungen und sich damit zu einem nutzungsgemischten Gebiet entwickeln. Dazu sollen Bestandsgebäude saniert und umgenutzt werden; einzelne Neubauten sollen vornehmlich in Holzbauweise errichtet werden. Die aktuellen und künftigen Herausforderungen von Klimaschutz und Klimaanpassung müssen dabei ebenso berücksichtigt werden wie die Anforderungen an die verkehrliche Erschließung und die Weiterentwicklung des markanten Altbaumbestands sowie die Einbindung der prägenden Grünstrukturen.

Planungsprozess

EBQ Mosaik
EBQ Mosaik

Aufgrund der Komplexität dieser Anforderungen ist ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt worden. Zuvor ist das Vorhaben dem Beirat von Burglesum mehrfach und in öffentlicher Sitzung vorgestellt worden. Sechs Arbeitsgemeinschaften von Büros der Fachrichtungen Städtebau und Landschaftsplanung haben danach die konzeptionellen Anforderungen zu städtebaulichen Entwürfen zusammengefasst. Am 31.05.2024 hat eine Wettbewerbs-Jury einstimmig eine Arbeit mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Der ausgewählte städtebauliche Entwurf wird nun auch öffentlich diskutiert und zu einem städtebaulichen Rahmenplan ausgearbeitet. Auf Grundlage des Rahmenplans will die Stiftung Friedehorst ihr Areal zu einem vernetzten Stadtquartier entwickeln – dem künftigen „Eldon-Burke-Quartier“. Das Bauamt Bremen-Nord unterstützt diese städtebauliche Entwicklung kontinuierlich, z. B. indem es im Rahmen seiner Aufgaben die politische Beschlussfassung über erforderliche planungsrechtliche Anpassungen vorbereitet, die Öffentlichkeit beteiligt und schließlich auch Baugenehmigungsverfahren durchführt.

Dr. Eldon Burke war nach dem Zweiten Weltkrieg Koordinator amerikanischer Hilfsgüter. Er hat ein Abkommen initiiert, um die eigentlich für den Abriss vorgesehenen Gebäude des ehemaligen Militärlazaretts zu erhalten und an die Innere Mission zu übergeben, um sie als Gesundheitseinrichtung zu nutzen.

Lage des Plangebiets

Zeitschiene

06/24

Die städtische Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung hat mit einstimmigem Beschluss das Verfahren zur Teilaufhebung des Bebauungsplans 334 eingeleitet. Betroffen ist eine Regelung, die seit 1966 eine Teilfläche von Friedehorst als „Krankenanstalt“ festsetzt.

05/24

Das Konzept der Planungsbüros Mosaik und NSP wird im städtebaulichen Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

04/24

Das Bauamt Bremen-Nord lädt zu einer hybriden Infoveranstaltung über die geplante Teilaufhebung des Bebauungsplanes 334 im Bereich der Stiftung Friedehorst ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am Donnerstag, 04.04.2024, um 17:30 Uhr im Konferenzraum des Bauamts Bremen-Nord informieren oder sich zur digitalen Teilnahme einwählen.

Ansprechpartnerin

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich gerne an das Bauamt Bremen-Nord.
Ihre Ansprechpartnerin für diese Planung ist:

Frau Linda Velte

Stadtplanung

Gerhard-Rohlfs-Str. 62
28757 Bremen